Richten Sie Seitenwände und Böden zunächst liegend aus, verschrauben Sie minimal, und stellen Sie dann mit zwei Holzklötzen als Zwischenlager auf. Diese Stützpunkte verteilen Gewicht, geben Pause zum Nachjustieren und erlauben es, Exzenter bequem zu schließen. Der Rücken bleibt geschont, Fronten bleiben makellos, und der Korpus findet ruhig in seine endgültige Geometrie.
Selbst gewachsene Wände verlangen Respekt. Eine dünne Sperrholzschablone mit vorgebohrten Markierungen verhindert Ausreißer, misst Abstand zu Leitungen und sorgt dafür, dass Dübel exakt sitzen. Nutzen Sie Malerkrepp als Tiefenbegrenzer, vermeiden Sie Staub mit Staubsaugerdüse, und prüfen Sie mit einem Detektor Strom- oder Wasserleitungen, bevor der Bohrer überhaupt ansetzt.
Planen Sie Griffe, die Kräfte ausgleichen: ein Gurt um den Korpus, eine Hand am Schwerpunkt, die andere an der unteren Kante. Rutschfeste Handschuhe geben Grip, ein Hocker dient als temporäre Stütze. So meistern Sie Drehungen in engen Fluren, ohne riskante Balanceakte und ohne unsaubere Kantenstöße, die beim späteren Schließen der Türen nerven würden.
Viele Probleme beginnen mit zu viel Kraft. Ziehen Sie Exzenter erst an, wenn alle Dübel sitzen und Stoßkanten bündig sind. Ein Vierteldreh zu früh erzeugt Spannungen. Kontrollieren Sie das Gefühl im Handgelenk, hören Sie auf leises Knacken, und stoppen Sie rechtzeitig. Danach sitzt die Verbindung satt, ohne Holz zu quetschen oder Späne aus der Oberfläche zu reißen.
Messen Sie die Diagonalen eines Korpus: Stimmen beide, ist der Winkel korrekt. Ein Spanngurt richtet schiefe Kästen sanft aus, kleine Keile halten das Ergebnis. Prüfen Sie zusätzlich mit einer günstigen Wasserwaage und unterlegen Sie Stellfüße. So schließen Türen später gleichmäßig, Schubladen laufen leise, und die Fronten stehen sauber in einer Linie.